Balsthal-Formation

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Darstellung, Status

Index
i6Ba
CMYK-Farbe
35 / 15 / 10 / 0
RGB-Farbe
R: 175 G: 200 B: 220
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
Übergang in die Courgenay-Formation nach Westen (proximal) und in die Villigen-Formation nach Osten (distal).

Nomenklatur

Deutsch

Balsthal-Formation

Französisch

Formation de Balsthal

Italienisch

Formazione di Balsthal

Englisch

Balsthal Formation

Herkunft des Namens

Balsthal (SO)

Historische Varianten
«Sequan» auct., Balsthaler Formation (Gygi 1969)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Die Balsthal-Formation besteht hauptsächlich aus oolithischen bis onkolithischen Kalksteinen, untergeordnet treten ebenfalls Mikrite auf. Die Formation ist unten gut geschichtet während sie oben massiv und oft kreidig ist. Selten kommen kleine Korallen-Bioherme vor.
Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
50 - 60 m (Aufranc et al. 2016), bis ca. 70 m.

Komponenten

Lithologien
  • oolithischer Kalk
  • Kalkstein
Mineralien
-
Fossilien
-

Hierarchie und Abfolge

Alter

Alter Top
Frühes Kimméridgien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
spätes Oxfordien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode

Biostratigraphie: Ammoniten der Bimammatum- bis Planula-Zone

Geografie

Paläogeografie
Nordwestschweiz
Typusregion
Typlokalität
Typusprofil
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Northern Tethyan Carbonate Platform (Jura > Helv.) :
Plateforme de Bourgogne, ... = Northern Tethyan Carbonate Platform (NTCP) , Aargauisches Becken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
Äusserer Plattformbereich. Mit der Balsthal-Formation setzt auf der beckenwärts vorgerückten Plattform eine Phase zunehmend reiner Kalkproduktion ein.
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Jura
  • Süddeutschland
  • Schwarzwald
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Gygi R. A. (1969): Geologische Beschreibung des Aargauer-Jura und der nördlichen Gebiete des Kantons Zürich. , Beitr. geol. Karte Schweiz N.F. 136

"Die Balsthaler Formation umfasst im Jura von Olten an west- und nordwestwärts bis an die «Rauracien»-Riffbarriere alle Kalke und Mergel, die über den Effinger Schichten liegen und überlagert werden von glaukonitischen, teils Mumien führenden Kalken (Born-Egerkigen) und bahamitischen bis dichten Kalken (äussere und innere Klus, Ketten beidseits des Dünnerntals, Hasenmatt) der Reuchenette-Formation" S.83

Neubearbeitung
Gygi R. A. (2000): Integrated stratigraphy of the Oxfordian and Kimmeridgian (Late Jurassic) in northern Switzerland and adjacent southern Germany. , Denkschriften der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften 104, 152 S.
Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-
  • Verena-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Einsiedelei St. Verena, N Solothurn

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Gelblich-weisser bis schneeweisser, massiger Komplex im Dach der Balsthal-Formation, bestehend aus kreidigem Kalkarenit, welcher kaum gebankt ist. Echte Ooide fehlen. Lokal treten pisolithische Kalke auf (z.B. Muriaux).
    Alter
    spätes Oxfordien - Frühes Kimméridgien
    Mächtigkeit
    2 - 6 m; 10-15 m (Bourquin 1946) ; 20 bis ca. 45 m (rund 25 m an der Typlokalität)
    Verena-Member an der Typlokalität
    Verena-Member an der Typlokalität
    Geografische Verbreitung
    Zentraler Schweizer Jura. Die Verbreitung wird von Gygi eingeschränkt und er schlägt ein Porrentruy-Member im Westen sowie ein Holzfluh-Member im Osten vor.
    Typusregion
    Solothurner Jura, Verena-Kette
    Kommentar
    Übergang in das Porrentruy-Member nach Westen (proximal ; Courgenay-Formation).
  • Holzflue-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Felsgrat Holzflue, nördlich Balsthal (SO)

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Oolith-dominierte Fazies der Balsthal-Formation: Wechsellagerung von weissen, oolithischen Grainstones und Mikriten.
    Alter
    spätes Oxfordien - Frühes Kimméridgien
    Mächtigkeit
    70 m an der Typlokalität
    Geografische Verbreitung
    Kanton Solothurn
    Typusregion
    Solothurner Jura (SO)
    Kommentar
    -
    • Balmberg-Oolith Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Balmflue am Balmberg (SO)

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dünngebankter, kreuzgeschichteter oolithischer Grainstone im unteren Teil des Holzlfue-Members.
      Alter
      spätes Oxfordien - Frühes Kimméridgien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Laufen-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Laufen (BL)

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Sehr variable, geschichtete Kalksteine der Balsthal-Formation: Mikrite, Oolithe, dolomitische Onkolithe bis zu koralligenen Kalken. Onkoide treten an der Basis vor («akzessorische Mumienbänke»). Häufige Fossilien: Bivalven und Brachiopoden
    Alter
    spätes Oxfordien - spätes Oxfordien
    Mächtigkeit
    Ca. 16 m, bis 25 - 30 m auf Bl. Chasseral (Aufranc et al. 2017)
    Geografische Verbreitung
    Nordwestschweiz
    Typusregion
    Laufental (BL)
    Kommentar
    -
    • «akzessorische Mumienbänke» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Onkolithisches Horizont an der Basis des Laufen-Members, am Übergang vom Hautes-Roches-Korallenkalk.
      Alter
      spätes Oxfordien - spätes Oxfordien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Anticlinaux de Vellerat, du Raimeux, du Moron et du Graitery.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Calcaire algaire des Hautes Roches Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    Les Hautes Roches (BE)
    Rang
    petrographische Fazies
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Calcaire micritique riche en oncoïdes ("bancs à momies"), avec algues et foraminifères caractérisitques de milieux peu profonds. Des niveaux dolomitiques sont également présents.
    Alter
    spätes Oxfordien - spätes Oxfordien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    "Die Hautes-Roches-Algenkalke haben einen speziellen Algen- und Seichtwasserforaminiferen-Gehalt (die ökologischen Verhältnisse deuten auf Restriktion). Unter anderem unterscheiden sie sich auch dadurch von der im Habitus sehr ähnlichen Hauptmumienbank." (Bolliger & Burri 1970 S.74)
    • «akzessorische Mumienbänke» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Onkolithisches Horizont an der Basis des Laufen-Members, am Übergang vom Hautes-Roches-Korallenkalk.
      Alter
      spätes Oxfordien - spätes Oxfordien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Anticlinaux de Vellerat, du Raimeux, du Moron et du Graitery.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Olten-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Hardflue bei Olten (SO)

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Dickgebankter (unten) bis massiver (oben), mikritischer Korallenkalk der Balsthal-Formation mit Kiesel-Konkretionen im mittleren Teil.
    Alter
    spätes Oxfordien - spätes Oxfordien
    Mächtigkeit
    26 m an der Typlokalität (Gygi 1969, Gygi 2000c)
    Geografische Verbreitung
    3 bis 4 km breiter Streifen in südwestlicher-nordöstlicher Ausdehnung von einigen Kilometern
    Typusregion
    Olten und Umgebung
    Kommentar
    -
  • Steinibach-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Schlucht des Steinibachs nördlich Balsthal (SO)

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Basales Member der Balsthal-Formation, bestehend aus oft schräggeschichteten Oospariten; selten Onkoid-führend. Kommt auch lokal zwischen Röschenz- und Hauptmumienbank-Member vor.
    Alter
    spätes Oxfordien - spätes Oxfordien
    Mächtigkeit
    Ca. 5 m in Rondchâtel (Aufranc et al. 2017) bis ca. 10 - 15 m.
    Geografische Verbreitung
    Solothurner Jura
    Typusregion
    Solothurner Jura
    Kommentar
    -