Bärschwil-Formation

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Darstellung, Status

Index
i4-5
CMYK-Farbe
40 / 20 / 60 / 0
RGB-Farbe
R: 170 G: 180 B: 125
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
Oft sehr reduziert (Kondensationshorizont).

Nomenklatur

Deutsch

Bärschwil-Formation

Französisch

Formation de Bärschwil

Italienisch

Formazione di Bärschwil

Englisch

Bärschwil Formation

Herkunft des Namens

Bärschwil (SO)

Historische Varianten
«Oxfordien» auct., Bärschwil-Formation (Gygi & Marchand 1993)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

Die Bärschwil-Formation besteht aus dem Renggeri-Member, dem Sornetan-Member und dem Liesberg-Member. Renggeri-Member: homogener, grauer, mergeliger Ton, ca. 55-60 m mächtig (in Andil/Liesberg gemessen), führt pyritisierte Ammoniten im unteren Teil. Sornetan-Member: grauer, mergeliger Ton mit Lagen von Kalkkonkretionen, die nach oben häufiger werden, ca. 45 m mächtig, führt Ammoniten, Bivalven, Echiniden, Crinoiden. Liesberg-Member: grauer, knolliger Kalkstein mit silifizierten Korallen, im unteren Teil mergelig, schlecht geschichtet, 15 bis 20 m mächtig, führt neben Korallen auch Bivalven und Echinoiden (z. T. silifiziert)

Geomorphologischer Ausdruck
Morphologisch charakterisiert durch Comben und Wiesenzonen, mit Dolinenreihen (vor allem an der Untergrenze). Gute Aufschlüsse fehlen. Gibt Anlass zu Rutschungen und Sackungen.
Mächtigkeit
80 - 90 m, max. ca. 120 m. 12 m bei Mt. Soleri, nur max. 1 m im Chasseral bevor die Formation weiter gegen SSE verschwindet.

Komponenten

Lithologien
  • Kalkstein
  • Mergelstein
  • Tonstein : karbonatfrei
Mineralien
-
Fossilien
  • Ammoniten

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
-
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
mittleres Oxfordien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
frühes Oxfordien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode

Biostratigraphie: Ammoniten der Mariae-, Cordatum- und Transversarium-Zone

Geografie

Paläogeografie
NW-Schweiz, südlicher Rheingraben (siehe Karte Gygi 1990c, Fig. 2 - 4). Die Formation keilt nach Süden und Osten aus (dort gehören lithostratigraphisch die sehr reduzierte Ablagerungen des Oxfordien zum Herznach-Member).
Typusregion
Typlokalität
-
Typusprofil
  • Bärschwil (SO)
    Merkmale des Ortes
    • typical facies
    Koordinaten
    • (2601490 / 1246780)
    Notizen
    • Typprofil: 300 m westlich Hof Vögeli, Hangrutsch (Gygi 2000b, Profil RG-399, Pl.34)
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Northern Tethyan Carbonate Platform (Jura > Helv.) :
Plateforme de Bourgogne, ... = Northern Tethyan Carbonate Platform (NTCP) ,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
Intensive Phase terrigener Schüttung aus Richtung NW. - Zu Beginn des späten Juras wurden bei rasch zunehmender Subsidenz grosse Tonmengen in das Becken der nachmaligen Bärschwil-Formation im SE der Burgunder Plattform geschüttet; dieses war durch eine ab dem Callovien existierende Schwelle von der tieferen, alpinen Geosynklinale getrennt (ALLENBACH 2001). Das Auskeilen der Bärschwil-Formation gegen das Mittelland zu (noch ca. 1m in der Klus von Rondchâtel) kann durch Hebung des distalen Beckenbereichs, aber auch mit Mangelsedimentation im fernen Teil der Deltaschüttung (GYGI 2000) erklärt werden.
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Jura
  • Süddeutschland
  • Schwarzwald
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Neubearbeitung
Gygi R. A. (2000): Annotated index of lithostratigraphic units currently used in the Upper Jurassic of northern Switzerland. , Eclogae geol. Helv. 93/1, 125-146

Cette formation comprend des marnes argileuses de couleur gris foncé-bleuté. Elles peuvent contenir (surtout dans le Membre de Sornetan) des bandes de concrétions calcaires ainsi que quelques bancs discontinus de calcaire marneux. Les concrétions peuvent être fossilifères. Le contenu en carbonate augmente vers le haut de la formation. Vers le S-SE, la Formation de Bärschwil est fortement réduite. Dû au fait qu’elle favorise la formation de combes et de glissements de terrain, elle est souvent recouverte de masses éboulées et n’affleure que rarement.

Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-
Combe der Bärschwil-Fm. zwischen liegende Ifenthal-Fm. (rechts) und hangende St-Ursanne-Fm. (links) (Tongrube Andil, SW Liesberg, Koord. 2598800 / 1250100 ; 16.09.2015 - A. Morard).
Combe der Bärschwil-Fm. zwischen liegende Ifenthal-Fm. (rechts) und hangende St-Ursanne-Fm. (links) (Tongrube Andil, SW Liesberg, Koord. 2598800 / 1250100 ; 16.09.2015 - A. Morard).
  • Liesberg-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Liesberg (BL), Naturschutzgebiet Tongrube Andil

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Das Liesberg-Member stellt ein Übergangsglied im Dach der Bärschwil-Formation zwischen dem liegenden Sornetan-Member und der hangenden St-Ursanne-Formation dar. Das Liesberg-Member besteht aus blau-grauem Mergel mit unregelmässigen Kalkkonkretionen und (verkieselten) Korallen.
    Alter
    mittleres Oxfordien - mittleres Oxfordien
    Mächtigkeit
    Durchschnittliche Mächtigkeit von 13 m (ca. 25 m an der Typlokalität).
    Mergeln mit zwischengelagerten Kalkbänken des Liesberg-Mb. und massige Korallenkalke der hangende St-Ursanne-Fm (alte Tongrube oberhalb Liesbergmühli, Koord. 2599400 / 1249700 ; 16.09.2015 - A. Morard).
    Mergeln mit zwischengelagerten Kalkbänken des Liesberg-Mb. und massige Korallenkalke der hangende St-Ursanne-Fm (alte Tongrube oberhalb Liesbergmühli, Koord. 2599400 / 1249700 ; 16.09.2015 - A. Morard).
    Das Liesberg-Mb. an der Typlokalität (Tongrube Andil, SW Liesberg, Koord. 2598800 / 1250100 ; 16.09.2015 - A. Morard).
    Das Liesberg-Mb. an der Typlokalität (Tongrube Andil, SW Liesberg, Koord. 2598800 / 1250100 ; 16.09.2015 - A. Morard).
    Geografische Verbreitung
    Dokumentiertes proximalstes Vorkommen befindet sich nahe Bure (JU). Die Lage des distalsten Vorkommens ist nicht genau bekannt (Gygi 2000a). Wahrscheinlich keilt die lithostratigraphische Einheit in den angrenzenden Biohermen der St-Ursanne-Formation aus (Gygi & Peroz 1986: pl. 1).
    Typusregion
    Birstal/Movelierkette, Berner Jura
    Kommentar
    -
    • «Kalkiges Liesberg-Member» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      Liesberg/Irtiemont (BL)
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      -
      Alter
      mittleres Oxfordien - mittleres Oxfordien
      Mächtigkeit
      ca. 7 m
      Geografische Verbreitung
      Zentraler Schweizer Jura
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Nur mit Einführungszeichen zu verwenden, sonst besser: Oberer, kalkiger Teil des Liesberg-Members. Entspricht die «Liesberg-Schichten» auct., wie sich der Name nach die Erstdefinition im allgemeinen eingebürgert hat.
    • «Mergeliges Liesberg-Member» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      Liesberg/Irtiemont (BL)
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      -
      Alter
      mittleres Oxfordien - mittleres Oxfordien
      Mächtigkeit
      ca. 8 m
      Geografische Verbreitung
      Zentraler Schweizer Jura
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Nur mit Einführungszeichen zu verwenden, sonst besser: Unterer, mergeliger Teil des Liesberg-Members. Entspricht den historisch erstbeschriebenen «Liesberg-Schichten».
  • Membre de Sornetan Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Sornetan (BE)

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Argile marneuse grise, légèrement quartzifère, avec niveaux de concrétions calcaires (diamètre max. 30 cm) augmentant vers le haut. Les véritables «chailles» siliceuses sont plus rares que les concrétions calcaires.
    Alter
    mittleres Oxfordien - mittleres Oxfordien
    Mächtigkeit
    46 m bei Liesberg, 37,5 m in Anwil.
    Geografische Verbreitung
    NW-Schweiz, siehe Karte Gygi 1990c, Fig. 2 - 4
    Typusregion
    NW Schweiz
    Kommentar
    Die Anzahl der Lagen mit Kalkkonkretionen nimmt nach oben allmählich zu. Die Grenze zum Liesberg-Member ist durch das Einsetzen von Korallen markiert. Ein komplettes Referenzprofil findet sich in der Tongrube Andil bei Liesberg. In der französischen Literatur bezieht sich das “Terrain à Chailles” auf das Argovien (Gygi 2003).
  • Renggeri-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Namensgebendes Fossil (Ammonit): Creniceras renggeri Oppel.

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Dunkelgrauer, homogener, mergeliger Tonstein an der Basis der Bärschwil-Formation. Im unteren Teil ist dieser fossilreich (Belemnitenbruchstücke und pyritisierte Ammoniten, wie Creniceras renggeri).
    Alter
    frühes Oxfordien - frühes Oxfordien
    Mächtigkeit
    0,3 bis ca. 55-60 m ; 29.5 m in Anwil (reduziert durch Tektonik).
    Der homogene dunkelgraue Renggeri-Ton (Tongrube Andil, SW Liesberg, Koord. 2598800 / 1250100 ; 16.09.2015 - A. Morard).
    Der homogene dunkelgraue Renggeri-Ton (Tongrube Andil, SW Liesberg, Koord. 2598800 / 1250100 ; 16.09.2015 - A. Morard).
    Kontakt zwischen Rengerri-Ton und dem Dach der Ifenthal-Fm. (Herznach-Mb.) (Tongrube Andil, SW Liesberg, Koord. 2598800 / 1250100 ; 16.09.2015 - A. Morard).
    Kontakt zwischen Rengerri-Ton und dem Dach der Ifenthal-Fm. (Herznach-Mb.) (Tongrube Andil, SW Liesberg, Koord. 2598800 / 1250100 ; 16.09.2015 - A. Morard).
    Geografische Verbreitung
    NW Schweiz und angrenzendes Frankreich, südlicher Rheingraben (siehe Karte Gygi 1990c). Das Renggeri-Member keilt nach Süden aus.
    Typusregion
    NW Schweiz
    Kommentar
    B. Hostettler trennt ein Member von Graitery an der Basis, welches er der Ifenthal-Formation angliedert.