Ängistein-Member

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Darstellung, Status

Index
i3
CMYK-Farbe
-
RGB-Farbe
R: 225 G: 195 B: 155
Rang
lithostratigraphisches Member
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
Das Ängistein-Member keilt nach Westen aus, wo es durch das überlagernde Bollement-Member ersetzt wird.

Nomenklatur

Deutsch
Ängistein-Member
Französisch
Membre d'Ängistein
Italienisch

Membro di Ängistein

Englisch
Ängistein Member
Herkunft des Namens

Ängistein = Engistein (SO), SW Ifenthal

Historische Varianten
Ängistein-Member (Bitterli 2012, Hostettler 2014), Membre d'Ängistein (Aufranc et al. 2017)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Im untersten Teil meist eine Wechsellagerung von feinarenitischen Kalkmergelbänken mit Mergeln, in welcher nach oben hin der Mergelanteil zu Gunsten der feinen Kalkarenite abnimmt. Südlich Soulce konnten Bänke mit bis zu drei Metern Mächtigkeit gemessen werden. Das Sediment besteht vor allem aus feinsten Echinodermen-Skelettelementen, „fecal pellets“, einem schwankenden Anteil an benthischen Foraminiferen und detritischem Quarz. Im höheren Teil des Members kann planare Schrägschichtung vermehrt ausgebildet sein.
Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
Bis 18 m (Bitterli-Dreher 2012).

Komponenten

Lithologien
  • Kalkarenit
Feinarenitische Kalkmergelbänke, oben teilweise mit planarer Schrägschichtung.
Mineralien
  • Quarz
Detritischer Quarz.
Fossilien
  • Ammoniten
  • Belemniten
  • Echinoideen
  • Bivalven

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Ifenthal-Formation
Untergeordnete Einheiten
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Mergel mit Knauerlagen des Bözen-Members.
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
frühes Callovian
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
frühes Callovian
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
Biostratigraphie: Ammoniten (Bitterli-Dreher 2012).

Geografie

Paläogeografie
Nordwestschweizer bis östlicher Jura.
Typusregion
-
Typlokalität
Typusprofil
  • Oberwald (SO), SE Ifenthal
    Merkmale des Ortes
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • road cut
    Koordinaten
    • (2631600 / 1246750)
    Notizen
    • Bitterli-Dreher 2012 Fig.2
  • Unter Erli (SO)
    Merkmale des Ortes
    • upper boundary
    • typical facies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • river bed
    Koordinaten
    • (2630990 / 1246220)
    Notizen
    • Bitterli-Dreher 2012 Fig.2
  • Ängistein (SO)
    Merkmale des Ortes
    • lower boundary
    • typical facies
    Koordinaten
    • (2630850 / 1246270)
    Notizen
    • Bitterli-Dreher 2012 Fig.2 (13 m)
  • Unterwald (SO), SE Ifenthal
    Merkmale des Ortes
    • lower boundary
    • typical facies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • road cut
    Koordinaten
    • (2631930 / 1246800)
    Notizen
    • Bitterli-Dreher 2012 Fig.2
Referenzprofile
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Northern Tethyan Carbonate Platform (Jura > Helv.) :
Plateforme de Bourgogne, ... = Northern Tethyan Carbonate Platform (NTCP) ,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
-
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Jura
  • Süddeutschland
  • Schwarzwald
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Bitterli-Dreher P. (2012): Die Ifenthal-Formation im nördlichen Jura. , Swiss Bull. angew. Geol. 17/2, 93-117

S.108: Im oberen Teil des Dalle nacrée-Sedimentationszyklus tritt im östlichen Jura eine bis 18 m mächtige Abfolge aus feinspätigen, sandigen Kalkareniten auf. Die Kalke wurden historisch meist als Macrocephalus-Schichten bezeichnet. Da für die Kalke im Dach des tieferen Sedimentationszyklus die Bezeichnung Macrocephalenkalke verwendet wurde, sind die Schichten in der Vergangenheit oft lateral verknüpft worden. Bereits Mühlberg (1900) hatte erkannt, dass die eigentlichen Macrocephalenkalke mit den Varians-Schichten zusammenhängen. Rollier (1911) trennte die östlichen Äquivalente der Dalle nacrée als Calcaires ocreux à Macrocephalites macrocephalus ab, seine Bezeichnung wurde aber von späteren Autoren nicht übernommen. Typusprofile wurden damals nicht ausgeschieden. Bitterli (1977) trennte aufgrund der unterschiedlichen Gesteinsausbildung und des Auftretens als weitgehend eigenständige Gesteinskörper diese Kalke als Dalle nacree-Äquivalente von der eigentlichen Dalle nacrée des westlichen Juras ab, ohne aber eine Formation oder ein Member zu definieren.

Neubearbeitung
-

Material und Varia

Anwendungen
-
  • Unter-Erli-Bank Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Unter Erli (SO), S Ifenthal

    Rang
    lithostratigraphische Bank
    Status
    unbekannter Status
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Charakteristische Kalkbank im Dach des Ängistein-Members mit grossen, rotbraun anwitternden Schalentrümmer.
    Alter
    frühes Callovian - mittleres Callovien
    Mächtigkeit
    Einige dm (Bitterli-Dreher 2012).
    Geografische Verbreitung
    Von Althüsli bis in die Gegend von Aarau. Weiter gegen Nordosten wird die Bank teilweise knauerig, zeigt aber weiterhin den Habitus des Typusprofils mit grossen, rotbraun anwitternden Fossilresten.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -