Sichel-Kalk

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Darstellung, Status

Index
C2S
CMYK-Farbe
-
RGB-Farbe
R: 145 G: 195 B: 110
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
Angenommen
SKS-Datum
19.10.2006
Kommentar
Diese Einheit bildet einen faziellen Übergang zwischen Betlis-Formation (hell, grobkörnig) und Diphyoides-Kalk (mikritisch).

Nomenklatur

Deutsch

Sichel-Kalk

Französisch
Calcaire de la Sichel
Italienisch
Calcare della Sichel
Englisch

Sichel Limestone

Herkunft des Namens

Sichel / Sichle (BE), Pass am N-Ende des Justistals

Historische Varianten
Sichel-Kalk (Ischi 1978), Sichel-Kalk-Formation (Mojon 1982), Sichel-Kalk = Valanginien-Kalk (Jordi 2012)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

Der Sichel-Kalk wittert gelblich bis bräunlich an und ist im frischen Bruch feinspätig, graubraun bis dunkelgrau. Er ist im dm-Bereich gebankt, oft mit Mergelzwischenlagen oder mergeligen Schichtfugen. Biomikrit, Packstone - Wackestone. Der Betlis-Kalk ist dagegen heller und grobkörniger, und der Diphyoides-Kalk ist im Vergleich zum Sichel-Kalk mikritisch.

Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
40 bis 50 m im Gebiet des westlichen Hohgants (Jordi 2012).

Komponenten

Lithologien
  • Kalkstein
Mineralien
-
Fossilien
-

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Die Basis des Sichel-Kalks bildet ein Ammonitenhorizont in schiefrigem Kalk, der zudem Spongien und Calpionellen enthält. Dieser Horizont ist allerdings nicht in allen Profilen nachweisbar (Jordi 2012).
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
Spätes Valanginien
Bermerkungen zu Top

Mittleres-spätes Valanginien

Alter Basis
Mittleres Valanginien
Bermerkungen zu Basis

Mittleres-spätes Valanginien

Datierungsmethode

Biostratigraphie: Lokaler Ammonitenhorizont mit Spongien und Calpionellen an der Basis.

Geografie

Paläogeografie
Berner Oberland bis Ostschweiz (mittleres bis südliches Helvetikum im paläogeographischen Sinn): z.B. am Harder. [Gehrihorn, Dreispitz, Niederhorn, Hohgant, Schafmatt, Augstmatthorn]
Typusregion
Typlokalität
-
Typusprofil
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
North Tethyan Shelf (Helv.) :
marge continentale européenne ,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
Tiefneritisch. Der untere Teil wurde vermutlich im Bereich zwischen Schönwetter- und Sturmwellenbasis, der obere Teil im flachmarinen Bereich unter dem Einfluss von Wellengang abgelagert (Jordi 2012).
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Westliches Helvetikum Östliches Helvetikum Drusberg-Decke
  • Niederhorn-Pilatus-Schuppe
  • Bürgenstock-Urmiberg-Schuppe
  • Hochflue-Schuppe
Zentrales Helvetikum
Metamorphose
-
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Ischi H. (1978): Das Berriasien-Valanginien in der Wildhorn-Drusberg-Decke zwischen Thuner- und Vierwaldstättersee. , Inauguraldiss. Univ. Bern, 86 Seiten

S.34: Der Sichel-Kalk wittert gelblich bis bräunlich an und ist im frischen Bruch graubraun bis dunkelgrau. Er ist im dm-Bereich gebankt, oft mit Schieferzwischenlagen oder mergeligen Schichtfugten. Biomikrit, Packstone - Wackestone.

Neubearbeitung
-
Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-
Weiche Zone des Sichel-Kalks an der Typlokalität (Oberer Justistal, Koord. 2628000 / 1177800 ; 11.07.2015 - A. Morard).
Weiche Zone des Sichel-Kalks an der Typlokalität (Oberer Justistal, Koord. 2628000 / 1177800 ; 11.07.2015 - A. Morard).