Plattenwald-Bank

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Darstellung, Status

Index
-
CMYK-Farbe
-
RGB-Farbe
R: 245 G: 155 B: 155
Rang
lithostratigraphische Bank
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
Angenommen.
SKS-Datum
19.10.2006
Kommentar
Die Plattenwald-Schicht ist das Produkt einer während längerer Zeit andauernden Kondensation. Das Schichtglied repräsentiert im Minimum das zeitliche Äquivalent der Durschlägi-Schicht, der Sellamatt-Schichten und der Wannenalp-Schicht. In südlichen Vorkommen kann die Kondensation länger andauern.

Nomenklatur

Deutsch
Plattenwald-Bank
Französisch
Banc de «Plattenwald»
Italienisch
Strato di «Plattenwald»
Englisch
Plattenwald Bed
Herkunft des Namens

Plattenwald (Vorarlberg), N Klaus

Historische Varianten
Plattenwald-Schicht (Heim & Seitz 1934, Föllmi & Ouwehand 1987)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Die Plattenwald-Bank liegt innerhalb des Selun-Members. Sie besteht aus einem geringmächtigen, fossilreichen, phosphoritknollen-führenden Glaukonitsandstein, z.T. mikritisch.
Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
selten über 1 m

Komponenten

Lithologien
  • glaukonitischer Sandstein (Grünsand) : green sand/Grünsand
Enthält Phosphoritknollen
Mineralien
  • Glaukonit
Fossilien
-

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Selun-Member
Untergeordnete Einheiten
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Niederi-Schichten, Klaus-Bank bzw. Brisi-Sandstein oder direkt Schrattenkalk
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
Spätes Albien
Bermerkungen zu Top
im S bis basales Turonien
Alter Basis
Spätestes Aptien
Bermerkungen zu Basis
obere tardefurcata Zone
Datierungsmethode

Biostratigraphie (Ammoniten, planktonische Foraminiferen)

Geografie

Paläogeografie
Nordteil des südlichen Bereiches in Vorarlberg (A), Ostschweiz bis Berner Oberland
Typusregion
Typlokalität
-
Typusprofil
  • Plattenwald (Vorarlberg), N Klaus
    Merkmale des Ortes
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Koordinaten
    • (2767400 / 1243100)
    Notizen
    • Föllmi 1986 Fig.9 Profil DZ
Referenzprofile
  • Feldkirch (Vorarlberg)
    Merkmale des Ortes
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Koordinaten
    • (2764200 / 1233380)
    Notizen
    • Föllmi 1986 Profil JN
  • Müselbach
    Merkmale des Ortes
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • river bed
    Koordinaten
    • (2777750 / 1250650)
    Notizen
    • Föllmi 1986 Profil AF
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
North Tethyan Shelf (Helv.) :
marge continentale européenne ,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
-
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Helvetikum
  • Dauphinois
  • Westliches Helvetikum
  • Zentrales Helvetikum
  • Östliches Helvetikum
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Föllmi Karl B., Ouwehand Pieter J. (1987): Garschella-Formation und Götzis-Schichten (Aptian-Coniacian): Neue stratigraphische Daten aus dem Helvetikum der Ostschweiz und des Vorarlbergs. , Eclogae geol. Helv. 80/1, 141-191

S.173: Mit dem Begriff Plattenwald-Schicht definieren wir eine im Feld gut abtrennbare, geringmächtige (selten über 1m), fossilreiche, Phosphoritknollen-führende Schicht, die über Niederi-Schichten, über Klauser Schichten, über Brisi-Sandstein oder über Schrattenkalk liegt, und entweder von Aubrig-Schichten oder direkt vom Seewer Kalk überlagert wird. Die Grundmasse besteht teilweise aus Glaukonitsandstein, teilweise aus Mikrit.
Neubearbeitung
Föllmi Karl B., Ouwehand Pieter J. (1987): Garschella-Formation und Götzis-Schichten (Aptian-Coniacian): Neue stratigraphische Daten aus dem Helvetikum der Ostschweiz und des Vorarlbergs. , Eclogae geol. Helv. 80/1, 141-191

S.145: Die Plattenwald-Schicht stellt eine kondensierte Abfolge dar, die altersmässig Äquivalente mehrerer Schichten des Selun-Members umfasst. Eine interne Altersaufgliederung ist trotz reichlicher Fauna nicht möglich (vgl. auch Heim & Seitz 1934). Der Begriff Plattenwald-Schicht wurde von Heim & Seitz (1934) eingeführt; er wurde jedoch oft fälschlicherweise mit der «Lochwald-Schicht» gleichgesetzt.
Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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