Garschella-Formation

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Darstellung, Status

Index
c6-8
CMYK-Farbe
0/50/30/0
RGB-Farbe
R: 245 G: 155 B: 155
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
Angenommen
SKS-Datum
19.10.2006
Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch

Garschella-Formation

Französisch

Formation de Garschella

Italienisch

Formazione di Garschella

Englisch

Garschella Formation

Herkunft des Namens

Hochplateau Garschella (SG), Voralptal

Historische Varianten
Garschella-Formation (Föllmi & Ouwehand 1987)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Als Garschella-Formation wird eine Abfolge bestehend aus ± glaukonit- und apatithaltigen Sandsteinen, Mergeln, Kalken und Phosphoritlagen definiert (siehe Details bei den einzelnen Member und Schichten).
Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
0.05 bis 120 m

Komponenten

Lithologien
  • Echinodermenkalk : auch Trochitenkalk/calcaire à entroques (ev. Spatkalk)
  • Kalkstein
  • Sandstein (Psammit, Arenit) : grains 1/16 mm - 2 mm
  • Mergelstein
  • glaukonitischer Sandstein (Grünsand) : green sand/Grünsand
Mineralien
  • Glaukonit
Fossilien
-

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Schrattenkalk- oder Tierwis-Formation. Im obersten Teil der Schrattenkalk-Fm können stellenweise bis ca. 8 m tiefe, parallel verlaufende Spaltenfüllungen aus Glaukonit-Quarz-Sandstein beobachtet werden (Greber 1987, Ouwehand 1987).
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
Frühes Cénomanien
Bermerkungen zu Top
rotomagense-Zone
Alter Basis
Frühes Aptien
Bermerkungen zu Basis
furcata-Zone
Datierungsmethode

Ammoniten-Biostratigraphie, Plankton, Foraminiferen, Inoceramen.

Geografie

Paläogeografie
Allgäu (D), Vorarlberg (A), Schweiz, Chaines subalpines (F)
Typusregion
Typlokalität
-
Typusprofil
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
North Tethyan Shelf (Helv.) :
marge continentale européenne ,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
Kalke, gebildet von heterozoaren Organismen
Sequenz
-
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Föllmi Karl B., Ouwehand Pieter J. (1987): Garschella-Formation und Götzis-Schichten (Aptian-Coniacian): Neue stratigraphische Daten aus dem Helvetikum der Ostschweiz und des Vorarlbergs. , Eclogae geol. Helv. 80/1, 141-191

S.150: Als Garschella-Formation wird eine Abfolge bestehend aus ± glaukonit- und apatithaltigen Sandsteinen, Mergeln und kalken, sowie aus Phosphoritlagen definiert, die als Liegendes die Schrattenkalk-, die Drusberg- oder die Mittagspitz-Formation und als Hangendes der Seewerkalk aufweist. Die Mächtigkeit liegt zwischen wenigen und maximal etwa 100 m. Ehem. “Gault” oder “Helvetischer Gault”.

Neubearbeitung
-
Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-
Garschella-Formation am Säntis, zwischen Schrattenkalk (rechts) und Seewen-Formation (links)
Garschella-Formation am Säntis, zwischen Schrattenkalk (rechts) und Seewen-Formation (links)
Basis der Garschella-Formation, am Kontak mit dem Schrattenkalk.
Basis der Garschella-Formation, am Kontak mit dem Schrattenkalk.
  • Selun-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Gipfel Selun (SG)

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung von dunkelgrauem, teils glaukonitischem Sandstein, sandigem Mergelkalk und dunkelgrauem, sandigem Kalk im oberen Teil der Garschella-Formation. Phosphatisations- und Kondensationshorizonte sind weit verbreitet.
    Alter
    Spätes Aptien - Frühes Cénomanien
    Mächtigkeit
    40 bis 45 m (Ouwehand, 1986, Typusprofil der Garschella-Formation)
    Geografische Verbreitung
    Nördliches und mittleres Helvetikum und Nordteil des südlichen Helvetikums.
    Typusregion
    östliche Churfirsten
    Kommentar
    -
    • Kamm-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Neuenalp-Kamm = Neuenalpspitz (SG), W-Alpstein

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Fossilreicher dunkler phosphorit- und stromatolithenführender Horizont im Dach der Garschella-Formation. Gegen oben abnehmender Quarz- und Glaukonitgehalt. Die Grundmasse besteht aus Biomikrosparit bis Biomikrit.
      Alter
      Spätestes Albien - Frühes Cénomanien
      Mächtigkeit
      0.8 bis 2 m
      Geografische Verbreitung
      Infrahelvetikum - nördl. Südhelvetikum Ostschweiz bis Berner Oberland
      Typusregion
      West-Alpstein
      Kommentar
      Fehlt im Süden (dort gehen die Aubrig-Schichten direkt in den Seewen-Kalk über).
    • Aubrig-Schichten Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Aubrigschlucht (SZ)

      Rang
      Schichten
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Glaukonit- und quarzhaltige Kalkknollen in quarz- und glaukonitreicherer Matrix (Knollenfazies des mittleren Helvetikums und nördlichen Südhelvetikums), bzw. glaukonitführender, mittel- bis grobkörniger Sandstein ohne Knollen (Sandreiche Fazies des nördlichen Helvetikums).
      Alter
      Spätes Albien - Frühes Cénomanien
      Mächtigkeit
      Wenige m bis 25 m (Föllmi & Ouwehand 1987).
      Geografische Verbreitung
      Schweiz, Vorarlberg
      Typusregion
      östliche Churfirsten
      Kommentar
      -
      • Fazies-Aubrigschicht

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        undefiniert
        Status
        unbekannter Status
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        nur oberster grünsandiger Teil der Knollenschichten bei Ganz
      • Aubrig-Knollenschichten

        Herkunft des Namens
        Aubrigschlucht
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        unbekannter Status
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Knollige, seewerkalkähnliche Fazies der Garschella-Formation.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        ? Aubrig (SZ)
        Kommentar
        Nach Heim & Seitz unterster Teil der «Aubrigschichten».
    • Wannenalp-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Wannenalp (SZ)

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Phosphorithorizont zwischen Sellamatt- und Aubrig-Schichten, aus glaukonitischem Sandstein reich an Phosphoritkomponenten bestehend. Ihr lithologischer Charakter - besonders der Phosphoritkomponentengehalt - ist lateral sehr verschieden.
      Alter
      Spätes Albien - Spätes Albien
      Mächtigkeit
      20 bis 50 cm
      Geografische Verbreitung
      NW der Vorarlberger Säntis-Decke, Schweiz bis Berner Oberland, Mittel- bis Südhelvetikum
      Typusregion
      Schwyzer Alpen um Iberg
      Kommentar
      Typprofil unter dem Namen Lochwald-Schicht in Ganz 1912.
    • Sellamatt-Schichten Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Stöfeli auf der Alp Sellamatt (SG)

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Foraminiferen-, Quarz- und Glaukonit-führender Mikrosparit bis Pseudosparit, mergelig-siltige Kalke bis kalkige Siltsteine, meist als leicht zurückwitternde Lagen zwischen wellig begrenzten Kalkbänken liegend.
      Alter
      Frühes Albien - Mittleres Albien
      Mächtigkeit
      wenige bis 20 m, 13,5 m an der Typlokalität der Garschella-Fm.
      Geografische Verbreitung
      nördliches, mittleres Helvetikum und Nordteil des südlichen Helvetikums, Ost- und Zentralschweiz
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Zusammenfassung der Flubrig- und Twirrenschichten.
      • «Basisphosphoritschicht» (Sellamatt) Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        Mittleres Albien - Mittleres Albien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Plattenwald-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Plattenwald (Vorarlberg), N Klaus

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Geringmächtiger, fossilreicher, phosphoritknollen-führender Glaukonitsandstein, z.T. mikritisch.
      Alter
      Spätestes Aptien - Spätes Albien
      Mächtigkeit
      selten über 1 m
      Geografische Verbreitung
      Nordteil des südlichen Bereiches in Vorarlberg (A), Ostschweiz bis Berner Oberland
      Typusregion
      Westliches Vorarlberg
      Kommentar
      Die Plattenwald-Schicht ist das Produkt einer während längerer Zeit andauernden Kondensation. Das Schichtglied repräsentiert im Minimum das zeitliche Äquivalent der Durschlägi-Schicht, der Sellamatt-Schichten und der Wannenalp-Schicht. In südlichen Vorkommen kann die Kondensation länger andauern.
    • Durschlägi-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Durschlägi = Durschlegi (SG), westlich Amden

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Geringmächtiger, Phosphoritknollen-führender Glaukonitsandstein (oft fahlgelb bis bräunlich anwitternd), der entweder direkt über der Twäriberg-Schicht, oder mit deutlicher Grenze über den Niederi-Schichten liegt und von den Sellamatt-Schichten überlagert wird.
      Alter
      Frühes Albien - Frühes Albien
      Mächtigkeit
      0.2 - 0.5 m
      Geografische Verbreitung
      Vorarlberg (A), Ost- und Zentralschweiz, Südteil des Mittel- und Nordteil des Südhelvetikums
      Typusregion
      Gebiet westlich von Amden
      Kommentar
      Gegen Süden seitlich durch die Plattenwald-Bank vertreten.
    • Niederi-Schichten Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Nideri (SG), unbenannter kleiner Gipfel zwischen Niederi und Tristencholben, westlich der Niederi-Passlücke

      Rang
      Schichten
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Feinkörniger Glaukonitsandstein mit Phosphoritpellets.
      Alter
      Frühes Albien - Frühes Albien
      Mächtigkeit
      wenige cm bis 12 m
      Geografische Verbreitung
      östliche Churfirsten bis Vorarlberg
      Typusregion
      Östliche Churfirsten
      Kommentar
      Ouwehand hat in der Typusregion noch 2 Referenzprofile beschrieben, die vollständiger sind: Gamserrugg und Chäserrugg.
    • Klaus-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Klaus (Vorarlberg, Österreich)

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Grobkörniger Glaukonitsandstein bis Feinbrekzie mit Resedimenten einer Erosions- und Umlagerungsphase (viele Lithoklasten vom Typ Brisi-Kalk, Phosphoritknollen).
      Alter
      Spätestes Aptien - Frühestes Albien
      Mächtigkeit
      0,5 - 1 m
      Geografische Verbreitung
      Ostschweiz (Rheintal), Vorarlberg (A), Allgäu (D).
      Typusregion
      Vorarlberg (Österreich)
      Kommentar
      -
    • Twäriberg-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Twäriberg (SZ) - Oberiberg

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Phosphoritschicht an der Basis des Selun-Members mit phosphatisierten Brisi-Kalk-Geröllen, phosphatisierten Fossilien, Phosphoritknollen, grossen Pyritaggregaten die in einer grobkörnigen Glaukonit- und Quarzmatrix eingebettet sind.
      Alter
      Spätestes Aptien - Frühestes Albien
      Mächtigkeit
      bis 70 cm
      Geografische Verbreitung
      Nordteil des südhelvetischen Bereiches zwischen östlichen Churfirsten und dem Engelbergertal
      Typusregion
      Sihltaler Alpen
      Kommentar
      Die Twäriberg-Schicht wurde teilweise mit der Durschlägi-Schicht verwechselt. Die beiden Phosphoritschichten können isoliert, mit dazwischen liegenden Niederi-Schichten, oder in einer Schicht vereinigt (ohne deutliche Trennung) vorkommen.
  • Brisi-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Gipfel der Brisi (SG), Churfirsten

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Grauer glaukonitischer Sandstein, Quarzit und sandiger, biogener Kalk.
    Alter
    Spätes Aptien - Spätes Aptien
    Mächtigkeit
    0-50 m (Felber & Wyslling 1979)
    Geografische Verbreitung
    Vorarlberg, Ost- und Zentral-Schweiz
    Typusregion
    Östliche Churfirsten
    Kommentar
    -
    • «Brisi-Kalk» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Gipfel der Brisi (SG), Churfirsten

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Kalkiger Teil des Brisi-Members, bestehend aus einem grobkörnigem, detritischem Kalk mit Sparit-Zement. Als Komponenten wurden Muschel-, Echinodermen-, Bryozoen-, Brachiopoden- und Algenreste, mikritisierte Extraklasten (Milioliden-, Orbitoliniden- und Ooid-führende Kalke vom Typus Schrattenkalk), und lagenweise Glaukonit- Quarz- und Phosphoritkörner beobachtet.
      Alter
      Spätes Aptien - Spätes Aptien
      Mächtigkeit
      wenige Meter bis ca. 20 m
      Geografische Verbreitung
      Mittleren und Nordteil des südlichen Bereiches.
      Typusregion
      Östliche Churfirsten
      Kommentar
      Informell, da gleicher Name wie nächsthöhere Einheit.
      • Wildhaus-Austernbank

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Lokale Austernbank im Brisi-Kalk.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        ist bei Ganz ein Teil der <3048>Brisibreccie (=Brisi-Kalk) Der Brisi-Kalk kann als grobkörniger, detritischer Kalk mit Sparit-Zement beschrieben werden. Als Komponenten wurden Muschel-, Echinodermen-, Bryozoen-, Brachiopoden- und Algenreste, mikritisierte Extraklasten (Milioliden-, Orbitoliniden- und Ooid-führende Kalke vom Typus Schrattenkalk), und lagenweise Glaukonit- Quarz- und Phosphoritkörner beobachtet.
    • «Brisi-Sandstein» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Gipfel der Brisi (SG), Churfirsten

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Sandiger Teil des Brisi-Members, bestehend aus einer quarzreichen, glaukonitführenden, detritischen Abfolge. Die durchschnittlich Quarz- und Glaukonit-Korngrösse beträgt 0,15-0,25 mm, einzelne Quarzkomponenten erreichen einen Durchmesser von bis zu 5 mm (in Ausnahmefällen bis zu 2 cm).
      Alter
      Spätes Aptien - Spätes Aptien
      Mächtigkeit
      wenige m bis ca. 50 m (Föllmi & Ouwehand 1987)
      Geografische Verbreitung
      Südteil des mittleren Bereiches und Nordteil des südlichen Bereiches.
      Typusregion
      Östliche Churfirsten
      Kommentar
      Informell, da gleicher Name wie höhere Einheit.
    • Gams-Schichten Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Gipfel der Gamserrugg (SG), S Wildhaus

      Rang
      Schichten
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Feinkörniger, glaukonitführender, tonhaltiger, oft bioturbater Sandstein von einheitlicher Korngrösse an der Basis der vorarlberger Garschella-Fm. Charakteristisch ist die dunkle, grau schimmernde (Anthrazit-farbige) Anwitterungsfarbe und die dunkle olivbraune Bruchfarbe.
      Alter
      Spätes Aptien - Spätes Aptien
      Mächtigkeit
      5 - 20 m, bis max. 70 m bei Räfis (SG) ; 0-13 m (Felber & Wyslling 1979)
      Geografische Verbreitung
      Nord- und Mittelteil des südlichen helvetischen Bereiches: Vorarlberg, Ost- und Zentralschweiz.
      Typusregion
      Gamserrugg-Garschella (Churfristen-Alvier)
      Kommentar
      Die Gamser Schichten haben eine Mächtigkeit von wenigen Metern bis über 50 m und bestehen aus feinkörnigen, glaukonitführenden, tonhaltigen, oft bioturbaten Sandsteinen von einheitlicher Korngrösse. Charakteristisch ist die dunkle, grau schimmernde (Anthrazit-farbige) Anwitterungsfarbe und die dunkelgraue Bruchfarbe.
    • Luitere-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      «Luitere Zug», Rinne am Wandflueberg 2 NNE Wolfenschiessen (NW)

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Phosphoritschicht an der Basis des Brisi-Members: geringmächtiger, phosphoritknollenführender, teilweise mergeliger Glaukonitsandstein.
      Alter
      Frühes Aptien - Spätes Aptien
      Mächtigkeit
      5 - 30 cm (Föllmi & Ouwehand 1987).
      Geografische Verbreitung
      Im Nordteil des gesamten helvetischen Südbereiches nachgewiesen: Allgäu (D), Vorarlberg (A), Ostschweiz, Zentralschweiz bis Berner Oberland.
      Typusregion
      Engelbergertal
      Kommentar
      Die Luitere-Bank ist nur ein Teil von Heims Luitereschichten, entspricht aber den Couche fossilifère du Luitere Zug.
  • Grünten-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    Grüntengipfel (Allgäu) NE Sonthofen
    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Grünsandiger Mergel, gegen oben übergehend in sandigen Kalk und zuoberst in einen glaukonitführenden, spätigen Crinoiden-Bryozoen-Kalk.
    Alter
    Frühes Aptien - Frühes Aptien
    Mächtigkeit
    5-7 m
    Geografische Verbreitung
    südliches Helvetikum Allgäu, evt. Vorarlberg
    Typusregion
    Grünten (Allgäu, D)
    Kommentar
    Detaillierte Bearbeitung durch Linder et al. 2006. Die «Grüntenschichten» Heims umfassen auch noch die Luitere-Schicht.
    • Selli Oceanic Anoxic Event (OAE 1a) Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      OAE
      Status
      gültig
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      -
      Alter
      Frühes Aptien - Frühes Aptien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Banc du Col de la Plaine Morte Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Col de la Plaine Morte (VS)

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Niveau noduleux phosphaté à rares ammonites d'occurrence locale, soulignant une limite de séquence au sein du Membre du Grünten. Ce niveau se confond ailleurs avec le Banc du Luitere (à la base du Membre de la Brisi).
      Alter
      Frühes Aptien - Frühes Aptien
      Mächtigkeit
      max. 20 cm
      Geografische Verbreitung
      Nur lokal im Rawilgebiet.
      Typusregion
      Rawilgebiet (VS/BE)
      Kommentar
      Unité non reconnue par le SKS du fait de son homonymie avec le Mélange de la Plaine Morte et de son occurrence très restreinte. L'importance stratigraphique de ce niveau indépendant a toutefois été démontrée par Föllmi (2009). En se basant sur l'emplacement de sa localité-type, ce niveau pourrait avantageusement être renommé «Banc du Col de la Plaine Morte».
    • Rohrbachstein-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Westflank des Rohrbachsteins (VS)/(BE), Rawilgebiet

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Im Gelände gut abtrennbare Basisschicht des Grünten-Members in distalen Bereichen des Helvetikums. Grobkörniger, oft glaukonitführender Kalkarenit.
      Alter
      Frühes Aptien - Frühes Aptien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Mehrere Gebiete mit lokaler Verbreitung: Berner Oberland (Rawilgebiet), Zentralschweiz (Fronalpstock, Bauen-Brisen-Gebiet), Allgäu (Grünten).
      Typusregion
      Rawilgebiet (VS/BE)
      Kommentar
      Informell, da wenig verbreitet und sehr geringmächtig.