Thunersee-Schüttung

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
N/A
RGB-Farbe
R: 232 G: 234 B: 236
Rang
Paläogeographie
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
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Nomenklatur

Deutsch
Thunersee-Schüttung
Französisch
épandage du Lac de Thoune
Italienisch
-
Englisch
Thunersee alluvial fan
Herkunft des Namens
Thunersee (BE)
Historische Varianten
Gruppe von Thun (Studer 1825), Thunerseenagelfluh (Beck 1923), Thunersee-Schüttung (Füchtbauer 1959), Lütschine- und Thunersee-Schüttung (Füchtbauer 1964, Maurer et al. 1978), Thunerseeschüttung (Büchi et al. 1965), Thuner Nagelfluh (Habicht 1987), Honnegg-Bäuchlen fan (Mennecart 2012)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
-
Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
3700 m (Beck 1923), oder eher 2450-2600 m (Haus in Habicht 1987)

Komponenten

Lithologien
-
Mineralien
-
Fossilien
-

Hierarchie und Abfolge

Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
-
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
Aquitanien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
spätes Oligozän
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
-

Geografie

Paläogeografie
Östlich des Thunersees bis zum Emmental. Ausläufer treten westlich des Thunersees (Öligraben-, Studweid- und Seftigschwand-Fm.) auf.
Typusregion
Typlokalität
-
Typusprofil
-
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpines Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentär
Bildungsbedingungen
Herkunft (Gerölle, Schwerminerale): höhere penninische und ostalpine Decken der Westschweiz.
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Molasse Schüttungen
Metamorphose
-
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Studer B. (1825): Beyträge zu einer Monographie der Molasse. , Jenni (Bern), 131 S.
Neubearbeitung
Habicht J. K. A. (1987): Schweizerisches Mittelland (Molasse). , Internationales Stratigraphisches Lexikon Vol.1 Fasc.7b

Füchtbauer versteht darunter die «chattische», epidotreiche, schon nach von Moos von Thun bis ins Delsberger Becken reichende Schüttung der Thuner Nagelfluh.
Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
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  • Gitzischöpf-Nagelfluh Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Gitzischöpf (BE), NE Sigriswil

    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Massige Konglomerate mit stark variierender Petrographie im Dach der Honegg-Mergel.
    Alter
    spätes Chattien - spätes Chattien
    Mächtigkeit
    270 m (Schlunegger 1995).
    Geografische Verbreitung
    Lokales Vorkommen.
    Typusregion
    Prässerebach (BE).
    Kommentar
    -
  • Honegg-Mergel Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Gipfel der Honegg (BE), Eriz

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Lehmgelber, sandigbröckeliger Mergel (rötlicher Ton fehlt ganz) mit äusserst grobkörnigen Nagelfluh-Linsen mit Flyschgeröllen.
    Alter
    spätes Chattien - frühes Aquitanien
    Mächtigkeit
    500 - 600 m (Haus in Habicht 1987). Ca. 240 m am Typuprofil im Prässerebach (Schlunegger et al. 1993, Schlunegger 1995).
    Geografische Verbreitung
    Zwischen Thun und Schangnau.
    Typusregion
    Oberemmental (BE).
    Kommentar
    -
    • Kaltbach-Nagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Kaltbach = Chaltbach (BE), Eriz

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Grobblockige Kalknagelfluh in Form von Rinnenfüllungen innerhalb des Honegg-Mergels. Diese unterscheidet sich von der Honegg-Nagelfluh durch einen hohen Anteil an Flysch- und Nummulitenkalkgeröllen.
      Alter
      spätes Chattien - frühes Aquitanien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Blueme-Schuttfächer Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Gipfel der Blueme = Blume (BE), N Schwanden

    Rang
    Schüttung
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Mächtiger Nagelfluhfächer der Region Thun, dessen Schuttachse sich graduell von Osten nach Westen verlagerte (diachrone Basis der Thun-Fm.).
    Alter
    spätes Chattien - spätes Chattien
    Mächtigkeit
    Über 4000 m (Schlunegger et al. 1993).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Region Thun (BE).
    Kommentar
    -
    • Thun-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Thun (BE)

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Fächerförmige Abfolge von massigen, kristallinreichen Konglomeraten und Sandsteinen mit charakteristischer rötlicher Farbe.
      Alter
      frühes Chattien - spätes Chattien
      Mächtigkeit
      Max. über 4'000 m östlich des Thunerseeufers; ca. 2'000 m im Prässerebach (Haus in Habicht 1987). Die Mächtigkeit der Thun-Formation nimmt gegen Osten ab, da ihre Schichten lateral sukzessiv von den Honegg-Mergeln abgelöst werden (Schlunegger 1995).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Thunersee Ostufer (BE).
      Kommentar
      -
      • Gunten-Quarzitnagelfluh Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Gunten (BE) am Thunersee

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        gültiger formeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Oberes Member der Thun-Formation bestehend aus Nagelfluhbänken mit grünlich-weissen Quarzitgeröllen und roten Granitgeröllen, sowie Sandsteinen mit Epidot als dominierendes Schwermineral.
        Alter
        Chattien - Chattien
        Mächtigkeit
        600 m (Haus in Habicht 1987), über 800 m im Prässerebach (Schlunegger et al. 1993). 1'000 - 1'500 m (nach Beck & Rutsch 1958).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Thunersee Ostufer (BE).
        Kommentar
        -
      • Hünibach-Nagelfluh Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Ortsteil Hünibach (BE) bei Hilterfingen, östlich von Thun

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Unteres Member der Thun-Formation bestehend aus Nagelfluhbänken mit ausserordentlich vielen roten Granitgeröllen und Sandsteinen mit Epidot als dominierendes Schwermineral. Einzelne bunte Mergelzwischenlagen treten auch auf.
        Alter
        Chattien - Chattien
        Mächtigkeit
        1'350 - 1'400 m (Haus in Habicht 1987); 550 m im Prässerebach (Schlunegger et al. 1993). 2'000 - 2'500 m nach Beck & Rutsch (1958).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Thunersee Ostufer (BE).
        Kommentar
        -
  • Honegg-Schuttfächer Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Gipfel der Honegg (BE), Eriz

    Rang
    Schüttung
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Teil der Thunersee-Schüttung.
    Alter
    spätes Oligozän - spätes Oligozän
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Emmental (BE)
    Kommentar
    -
    • Losenegg-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Hügel Losenegg (BE), im Aussereriz [LK-Bl.1208 Beatenberg]

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Fächerförmige Wechsellagerung von massigen polymikten Konglomeratbänken mit charakteristischen roten Granitgeröllen (max. 4%) und kreuzgeschichteten, linsenförmigen, tafeligen Sandsteinen mit zwischengeschalteten, stark gefleckten Ton- und Siltsteinen.
      Alter
      frühes Chattien - spätes Chattien
      Mächtigkeit
      Ca. 460 m am Typuprofil, 200 m bei Thun (Schlunegger 1995). Ca. 1'200 m nördlich der Zulg (Kaufmann 1886, Beck 1922).
      Geografische Verbreitung
      Zwischen Thun (BE) und Schangnau (LU). Gegen NE geht der obere Teil der Losenegg-Formation sowohl lateral als auch vertikal in die Honegg-Mergel über.
      Typusregion
      Region Thun (BE).
      Kommentar
      -
      • Fossilhorizont Losenegg Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Losenegg, an der Erizstrasse

        Rang
        biostratigraphischer Horizont
        Status
        -
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        spätes Oligozän - spätes Oligozän
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Homberg-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Homberg bei Thun (BE)

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      Vorschlag
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Abfolge schlecht zementierter, karbonatarmer, feldspatreicher Sandsteine, Siltsteine und Tonsteine an der Basis der Blueme-Schuppe.
      Alter
      frühes Chattien - frühes Chattien
      Mächtigkeit
      Ca. 500 m (Schlunegger et al. 1993).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Basis der Prässerebach-Sektion.
      Kommentar
      -
  • Schwändibach-Schuttfächer Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Gemeinde Schwändibach = Schwendibach (BE), ENE Thun

    Rang
    Schüttung
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    -
    Alter
    frühes Chattien - frühes Chattien
    Mächtigkeit
    Über 400 m (Schlunegger et al. 1993).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • Schwändibach-Nagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Gemeinde Schwändibach = Schwendibach (BE), ENE Thun

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Die Schwändibach-Nagelfluh besteht aus einem proximalen Konglomerat mit untergeordneten, eingelagerten Sandsteinen bis Tonsteinen / Schlammsteinen.
      Alter
      frühes Chattien - frühes Chattien
      Mächtigkeit
      Über 400 m bei Thun (Schlunegger et al. 1993).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Uerscheli-Schuttfächer Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Bauernhof Uerscheli, SE Schangnau (BE)

    Rang
    Schüttung
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    -
    Alter
    frühes Chattien - frühes Chattien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • Uerscheli-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Bauernhof Uerscheli, südöstlich von Schangnau (BE).

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Kreuzgeschichteter Grobsandstein mit geringmächtigen Siltsteinzwischenlagen (unten) und Wechsellagerung von polymikten Konglomeratbänken mit Tonstein-Siltstein, sowie einzelne Sandsteinbänke (oben).
      Alter
      frühes Chattien - frühes Chattien
      Mächtigkeit
      Ca. 500 m am Typusprofil (Schlunegger 1995).
      Geografische Verbreitung
      Lokale Einheit, die gegen Westen graduell auskeilt und seitlich in die Formation der Granitischen Molasse übergeht.
      Typusregion
      Oberemmental (LU).
      Kommentar
      Im Gegensatz zu der hangenden Nagelfluh sind rote Granitgerölle selten.
      • «Uerscheli-Nagelfluh» Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Uerscheli, südöstlich von Schangnau (BE)

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Abfolge im oberen Teil der Uerscheli-Formation (USM-I der Beichlen-Farneren-Schuppe) bestehend aus Konglomeratbänken, die mit 5 - 10 m mächtigen Tonstein-Silsteinsequenzen mit vereinzelten Sandsteinbänken wechsellagern. Hoher Anteil an Kieselkalkgeröllen und enthält häufig helle, muskovitreiche Granitgerölle.
        Alter
        frühes Chattien - frühes Chattien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Oberemmental (LU).
        Kommentar
        -
      • Fossilhorizont Bumbach-1 Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Buembachgrabe (BE), 3,5 km WSW Schangnau

        Rang
        biostratigraphischer Horizont
        Status
        gültig
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Fossilhorizont im Uerscheli-Sandstein (oder an der Basis der Uerscheli-Nagelfluh, je nach Autor ; Beichlen-Farneren-Schuppe) mit eine Säugetierfauna des Frühen Chattiens (MP25).
        Alter
        frühes Chattien - frühes Chattien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • «Uerscheli-Sandstein» Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Bauernhaus Uerscheli, südöstlich Schangnau (BE)

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Abfolge von bis zu 5 m mächtigen, oft amalgamierten Bänken aus kreuzgeschichtetem Grobsandstein mit zwischengelagerten, geringmächtigen Siltsteinlagen im unteren Teil der Uerscheli-Formation (USM-I der Beichlen-Farneren-Schuppe).
        Alter
        frühes Chattien - frühes Chattien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Oberemmental (LU).
        Kommentar
        -