Thun-Formation

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
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RGB-Farbe
R: 195 G: 155 B: 110
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
Formelle Definition durch Schlunegger (1995).
SKS-Datum
-
Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch
Thun-Formation
Französisch
Formation de Thoune
Italienisch
Formazione di Thun
Englisch
Thun Formation
Herkunft des Namens

Thun (BE)

Historische Varianten
Gruppe von Thun p.p. (Studer 1825), Thunerseenagelfluh (Beck 1923, p.p.), Thuner Nagelfluh (Staub 1934), Thun Conglomerate (Schlunegger et al. 1993), Thun Formation (Schlunegger 1995).
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

Geröllspektrum: heller Granit, roter Granit (> 15%), dazu grünlich-weisser Quarzit im oberen Member. Schwerminerale (Sandsteine): Epidot häufig

Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
Max. über 4'000 m östlich des Thunerseeufers; ca. 2'000 m im Prässerebach (Haus in Habicht 1987). Die Mächtigkeit der Thun-Formation nimmt gegen Osten ab, da ihre Schichten lateral sukzessiv von den Honegg-Mergeln abgelöst werden (Schlunegger 1995).

Komponenten

Lithologien
  • Konglomerat (Psephite, Rudit) : grain > 2 mm (psephite / rudite: elements = gravel, boulder, block)
  • Sandstein (Psammit, Arenit) : grains 1/16 mm - 2 mm
  • Nagelfluh
Mineralien
-
Fossilien
-

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Die liegende Losenegg-Formation enthält mächtigere, feinklastische Abfolgen zwischen den Konglomeratbänken und führt deutlich weniger rote Granitgerölle (höchstens 4%).
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
spätes Chattien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
frühes Chattien
Bermerkungen zu Basis
MP28, wird jünger gegen Westen.
Datierungsmethode
Datierungen anhand der einrahmenden Einheiten.

Geografie

Paläogeografie
-
Typusregion
Typlokalität
  • Blume / Blueme (BE)
    Merkmale des Ortes
    • typical facies
    Koordinaten
    • (2621150 / 1177500)
    Notizen
    • Beck 1923, Habicht 1987
Typusprofil
  • Prässerebach (BE)
    Merkmale des Ortes
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • river bed
    Koordinaten
    • (2622300 / 1180975)
    Notizen
    • Schlunegger 1995 Fig. 2.6: 1'300 m zwischen Losenegg-Fm. (unten) und Honegg-Mergel (oben).
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpines Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentär
Bildungsbedingungen
Radiales Entwässerungssystem.
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Subalpine Molasse
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Studer B. (1827): Geognostische Bemerkungen über einige Theile der nördlichen Alpenkette. , Taschenbuch ges. Min., Z. Min. 21/1

«Zwischen diesem Gebirgszug» [der Honegg] «und den Ralligstöcken besteht das ganze Plateau der Blume aus der nämlichen mannigfaltigen Nagelfluh. Die Sandstein- oder Molasselager erscheinen nur noch sehr untergeordnet und werden gegen Sigriswyl zu von den Geröllmassen fast ganz verdrängt.»

Neubearbeitung
Schlunegger Fritz (1995): Magnetostratigraphie und fazielle Entwicklung der Unteren Süsswassermolasse zwischen Aare und Limmat. , Inauguraldissertation Universität Bern, 185 S.
Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-
  • Gunten-Quarzitnagelfluh Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Gunten (BE) am Thunersee

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Oberes Member der Thun-Formation bestehend aus Nagelfluhbänken mit grünlich-weissen Quarzitgeröllen und roten Granitgeröllen, sowie Sandsteinen mit Epidot als dominierendes Schwermineral.
    Alter
    Chattien - Chattien
    Mächtigkeit
    600 m (Haus in Habicht 1987), über 800 m im Prässerebach (Schlunegger et al. 1993). 1'000 - 1'500 m (nach Beck & Rutsch 1958).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Thunersee Ostufer (BE).
    Kommentar
    -
  • Hünibach-Nagelfluh Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Ortsteil Hünibach (BE) bei Hilterfingen, östlich von Thun

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Unteres Member der Thun-Formation bestehend aus Nagelfluhbänken mit ausserordentlich vielen roten Granitgeröllen und Sandsteinen mit Epidot als dominierendes Schwermineral. Einzelne bunte Mergelzwischenlagen treten auch auf.
    Alter
    Chattien - Chattien
    Mächtigkeit
    1'350 - 1'400 m (Haus in Habicht 1987); 550 m im Prässerebach (Schlunegger et al. 1993). 2'000 - 2'500 m nach Beck & Rutsch (1958).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Thunersee Ostufer (BE).
    Kommentar
    -