Rigi-Schüttung

Zur Übersicht

Darstellung, Status

Index
-
CMYK-Farbe
N/A
RGB-Farbe
R: 232 G: 234 B: 236
Rang
Paläogeographie
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch
Rigi-Schüttung
Französisch
épandage du Rigi
Italienisch
conoide fluviale del Rigi
Englisch
Rigi alluvial fan
Herkunft des Namens

Rigi (SZ)

Historische Varianten
conoide fluviale del Righi (Godenzi 1963), Rigi-Schüttung (Stürm 1973), Rigi fan = Eventail de la Rigi (Trümpy et al. 1980), Rigi-Rossberg-Schuttfächer, Rigi-Höhronen Schüttung (Schlunegger 1995), Rigi-Rossberg-Fächer (Liener et al. 2003)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Petrographische und sedimentologische Vergleiche lassen erkennen, dass die Molasse rouge des Rigi-Gebietes, die Weggis-Formation und die Rigi-Formation von einem einzigen progradierenden Flusssystem, nämlich der Rigi-Schüttung, geschüttet wurden (Stürm 1973).
Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
-

Komponenten

Lithologien
-
Mineralien
-
Fossilien
-

Hierarchie und Abfolge

Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
-
Stratigraphische Diskussion
In eine «ältere Rigi-Schüttung» und eine Rigi-Höhronen-Schüttung gegliedert.

Alter

Alter Top
spätes Oligozän
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
spätes Oligozän
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
-

Geografie

Paläogeografie
... bis zum Morgartenberg und Friherrenberg.
Typusregion
-
Typlokalität
-
Typusprofil
-
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpines Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentär
Bildungsbedingungen
Während die ältere Rigi-Schüttung hauptsächlich Gesteine aus der Sedimenthülle der ostalpinen Decken zur Ablagerung brachte, dokumentiert die Rigi-Höhronen-Schüttung mit ihrem extrem hohen Anteil an Kristallingeröllen die tiefergreifende Erosion in die ostalpinen Deckenkerne (SPECK 1953, STÜRM 1973, SCHLUNEGGER 2001).
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Molasse Schüttungen
Metamorphose
-
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
-
Neubearbeitung
-
Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-
  • Rigi-Scheidegg-Nagelfluh Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Rigi Scheidegg (SZ), Gersau

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung von kristallinarmem Flyschkonglomerat und gelbem Mergel. Vor allem die obere Scheidegg-Nagelfluh zeichnet sich durch das Fehlen von Dolomit-, Kristallin-, Radiolarit- sowie Mocausa-Konglomerat-Geröllen aus und stellt folglich eine fast reine Flyschschüttung mit z.T. extrem grossen Geröllen (bis 0.9 m Durchmesser) dar.
    Alter
    spätes Oligozän - spätes Oligozän
    Mächtigkeit
    Bis zu ca. 750 m (Stürm 1973).
    Geografische Verbreitung
    Im Gebiet südlich und östlich der Rigi Scheidegg (SZ).
    Typusregion
    Rigi-Scheidegg (SZ)
    Kommentar
    -
  • Rigi-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Rigi (SZ), Arth

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung von massigem, dickbankigem Konglomerat und dünnem, überwiegend rot geflecktem, siltigem Ton. Die Rigi-Formation umfasst zwei Konglomeratabfolgen, welche sich hauptsächlich in ihrer geröllpetrographischen Zusammensetzung unterscheiden: Radiolaritreiche Nagelfluh unten und Bunte Rigi-Nagelfluh oben.
    Alter
    spätes Oligozän - spätes Oligozän
    Mächtigkeit
    Max. ca. 2'000 m an der Rigi (Schlunegger 1995), 1'800 - 1'900 m (Hantke 2006).
    Geografische Verbreitung
    Am Rossberg (SZ/ZG)
    Typusregion
    Rigi (LU/SZ).
    Kommentar
    -
    • Bunte Rigi-Nagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Rigi (SZ) sowie Erstauftreten von Kristallin-Gerölle (insb. roter Granit)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von Kristallin-führender Kalk-Dolomit-Nagelfluh mit Sandsteinen und Mergeln. Die Gerölle bestehen aus Kristallingesteinen (überwiegend aus hellrotem Rigi-Granit), Mocausa-Konglomerat, Radiolarit-Aptychenkalk-Gruppe, sowie aus Flyschgeröllen.
      Alter
      spätes Oligozän - spätes Oligozän
      Mächtigkeit
      Ca. 650 m (Stürm 1973) ; 1'100 - 1'400 m (Hantke 2006).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Rigi (LU/SZ).
      Kommentar
      -
    • Radiolaritreiche Nagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      Erstauftreten von Radiolarit-Geröllen.
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von Kalknagelfluh (rund 60 % der Abfolge) mit Sandstein und Mergel. Im Konglomerat treten Radiolarit- (5-10%), Aptychenkalk- und Flyschgerölle vor.
      Alter
      spätes Oligozän - spätes Oligozän
      Mächtigkeit
      320 m (Schlunegger 1995), bis 400 - 500 m.
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Rigi (LU/SZ).
      Kommentar
      -
  • Weggis-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Weggis (LU)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung von flyschgeröllreicher Kalk-Dolomit-Nagelfluh (unten dominierend) mit Sandstein und gelbgrau geflecktem, gelegentlich olivgrünem Mergel. Mehrere Pflanzenfundstellen sowie eine Säugetierfundstelle sind bisher bekannt.
    Alter
    spätes Rupélien - frühes Chattien
    Mächtigkeit
    Bis max. ca. 1'100 m (Greber et al. 1994, Schlunegger 1995, Hantke 2006). Die Mächtigkeit nimmt gegen E ab und wird östlich des Rossbergs vollständig von der Molasse Rouge abgelöst.
    Geografische Verbreitung
    Rasche Vermergelung gegen NE.
    Typusregion
    Rigi (LU/SZ).
    Kommentar
    Seitlich verzahnt sich die Weggis-Formation mit der Molasse rouge.
    • Kännelegg-Kalknagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Kännelegg ?= Krienzeregg?, WNW Hergiswil (NW)

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Kalknagelfluh der Weggis-Formation.
      Alter
      spätes Rupélien - frühes Chattien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Fossilhorizont Rigi-2 Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      biostratigraphischer Horizont
      Status
      gültig
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Säugetierfundstelle in der Weggis-Fm.
      Alter
      Rupélien - Rupélien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Molasse Rouge de Vevey Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Vevey (VD)

    Rang
    lithostratigraphische Subformation (lokale Bezeichnung)
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Unité basale de l'USM subalpine, constituée principalement de marne bariolée (dominance rouge violacée à grise), micacée, silteuse à finement sableuse. De petits niveaux de grès marneux et de concrétions calcaires s'y intercalent.
    Alter
    frühes Chattien - frühes Chattien
    Mächtigkeit
    Entre 40 m (Seeuferwald) et plus de 400 m (Gürschbach) au Rigi (Stürm 1973, Hantke 2006): ; environ 300 m plus à l'est (Ochsner 1935, Habicht 1943 et 1945).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Vallée de la Veveyse (VD).
    Kommentar
    La Molasse rouge de Vevey comprend beaucoup moins d'argile et plus d'assises gréseuses que son équivalent distal, la Molasse rouge de Lutry.