Höhronen-Schüttung

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Darstellung, Status

Index
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N/A
RGB-Farbe
R: 232 G: 234 B: 236
Rang
Paläogeographie
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
Die Nagelfluhen der Höhronen-Schuppe und ihrer paläogeographischen Fortsetzung gegen Luzern hin - der heutigen gefalteten Molasse der äussern Zone - repräsentieren nur den peripheren Teil eines Schuttfächers, dessen zentraler Teil erodiert (oder überfahren?) wurde (Habicht 1987).

Nomenklatur

Deutsch
Höhronen-Schüttung
Französisch
épandage des Höhronen
Italienisch
-
Englisch
Höhronen alluvial fan
Herkunft des Namens

Höhronen = Hohronen = Hohe Rone = Hohe Rhone (ZG), Bergkamm zwischen Sihl und Biber

Historische Varianten
Hohe Rone-Schuttfächer (Kleiber 1937), Hohrone-Fächer (Renz 1937a, Füchtbauer 1959), Hohronenschüttung (Hofmann 1957a, Büchi et al. 1965a), Höhronen-Schüttung (Müller 1971, Ochsner 1975), Höhrone fan = Eventail du Höhrone (Trümpy et al. 1980), Höhronen-Fächer (Lienert et al. 2003), Höhronen-Schuttfächer
Nomenklatorischer Kommentar
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Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
"Eine viel Kristallin-reichere Nagelfluh [als die liegende Rigi-Rossberg-Fächer] findet sich im jüngeren Höhronen-Fächer. Der Gesteinsinhalt deutet auf eine Herkunft aus dem Engadin hin. Zu dieser Zeit muss es kühl gewesen sein, denn grosse Gletscher transportierten Gesteine aus dem Bergeller-Massiv und dem Bernina-Gebiet über die Pässe Septimer, Julier und Albula bis nach Tiefencastel. Von dort erfolgte die Schüttung via Ur-Panixerpass und hinteres Muotatal bis in den Raum von Meggen, Immensee, Walchwil und zum Höhronen. Die weiter transportierte Feinfraktion gelangte zum Buechberg und in die Nordost-Schweiz." (Lienert 2003 S.12)
Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
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Komponenten

Lithologien
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Mineralien
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Fossilien
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Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
-
Stratigraphische Diskussion
USM-II

Alter

Alter Top
Aquitanien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
Aquitanien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
MN1-2 ?

Geografie

Paläogeografie
Hauptzentrum der grobe Schüttung zwischen Thunersee und Zürichsee. Die feinere Elemente reichen bis nach München.
Typusregion
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Typlokalität
-
Typusprofil
-
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpines Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentär
Bildungsbedingungen
Axiales Entwässerungssystem ; ? Ur-Reuss
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Molasse Schüttungen
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Müller H.-P. (1971): Geologische Untersuchungen in der subalpinen Molasse zwischen Einsiedeln und oberem Zürichsee (Kt. Schwyz). , Vjschr. natf. Ges. Zürich 116/1
Neubearbeitung
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Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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  • Höhronen-Nagelfluh Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Höhronen = Hohronen = Hohe Rone = Hohe Rhone (ZG), Bergkamm zwischen Sihl und Biber

    Rang
    tektonisch-begrenzte lithostratigrafische Einheit
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung von fein- bis mittelgerölligen Konglomeraten (kristallinreich, inkl. rote Granite und Fleckenkalke), granitischen Sandsteinen und rot gefleckten Silt- und Tonsteinen. Mächtige Nagelfluhbänke sowie irgendeine Regelmässigkeit der Ablagerung fehlen.
    Alter
    Aquitanien - Aquitanien
    Mächtigkeit
    Max. 1500 m an der Höhronen, 560 m bei der Bohrung Küsnacht (Schlanke 1974).
    Geografische Verbreitung
    Subalpine Molasse des Vierwaldstätter- (Höhronen) und Zugersees (Ostufer).
    Typusregion
    -
    Kommentar
    Kaufmann (1872 und 1886) fasste in seine «Hohronenschichten» alle nagelfluhführenden Schichten zwischen Molasse Rouge und OMM der Zentralschweiz und betrachtete diese als nichtmarine, proximale Fazies der OMM-I.
    • Greit-Kohleflöz Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Greit (ZG), am Gottschalkenberg

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Kohlenhorizont ca. im mittleren Teil der Höhronen-Nagelfluh.
      Alter
      spätes Chattien - frühes Aquitanien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Formation der Granitischen Molasse Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Die Bezeichnung «granitisch» bezieht sich auf den hohen Gehalt an Quarz-, (roten) Feldspat- und Glimmerkomponenten sowie den geringen Anteil an Karbonat.

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    USM-II der Subalpinen Molasse bestehend aus einer karbonatarmen Wechsellagerung von mittel- bis grobkörnigem, zurückwitterndem, «granitischem» (= feldspatreichem) Sandstein mit dunkelgrau-buntem (gelbgrau, ocker bis rotbraun) Mergel (z.T. «Mergelgallen» = Mergelknollen) und extrem buntem Konglomerat (50-75% Kristallingerölle). Die Kristallingerölle bestehen v.a. aus rotem bis grünem Granit, Quarzporphyr sowie Diorit.
    Alter
    spätes Chattien - spätes Aquitanien
    Mächtigkeit
    1000-2000 m (Vollmayr & Wendt 1987, Schlunegger 1995, Schlunegger et al. 2016); Fischenbach-Profil: ca. 780 m ; wird gegen E geringmächtiger (bis 200 m) und verzahnt sich mit dem Uerscheli-Sandstein im Bereich von Schangnau (Schlunegger 1995).
    Geografische Verbreitung
    Ganze Zentral- und Ostschweiz, von Thun bis Bodensee und schliesslich nach München (entspricht ca. der Molasse grise de Lausanne der Westschweiz).
    Typusregion
    Entlebuch (LU).
    Kommentar
    Während die subalpine «Granitische Molasse» vermehrt bunte Nagelfluhbänke führt, treten in der mittelländischen Molasse spärlicher Geröllbänke, aber vermehrt Einschaltungen von Mergel auf.
    • «Oberaquitane Mergelzone» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Mergelige, kennzeichnend karbonatreichere Ablagerung im Dach der Formation der Granitischen Molasse, bestehend aus einer fossilarmen Wechsellagerung von gelbgrauen, teils violettroten, gefleckten Mergeln und Mergelsandsteinen, feinkörnigen Kalksandsteinen und knollig anwitternden Mergelkalken.
      Alter
      spätes Aquitanien - spätes Aquitanien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Von Udligenswil (LU) über Robmatt (LU) gegen Meierskappel (LU). Östlich St. Gallen bis ins Rheintal. Bei Brendenbach (W Altstätten) und Gais schaltet sich diese Mergelzone zwischen Gäbris- und Forstzone.
      Typusregion
      Ostschweiz.
      Kommentar
      -
    • Marbach-Schichten Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Marbach (LU) [non Marbachgraben am Osthang des Belpbergs = OMM-II]

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      unbekannter Status
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Grünlicher, blaugrauer und hell rötlicher, poröser, muskovitreicher, oft massiger, fein- bis grobkörniger «granitischer» Sandstein mit geringmächtigen bunten Mergelzwischenlagen, die häufig Kalkkonkretionen führen. Bezeichnend sind Bänke aus gelbbraunem mergeligem Süsswasserkalk. Selten kompakte Nagelfluhbänke mit hohem Gehalt an kristallinen Komponenten, hoher Porosität und einem rostig gelb verwitternden Bindemittel. Hingegen sind Geröllschnüre und -nester sowie rote bis bunte Tonsteinlagen in der gesamten Abfolge verteilt.
      Alter
      Aquitanien - Aquitanien
      Mächtigkeit
      Bis über 1000 m (Holliger 1955, Fröhlicher 1933).
      Geografische Verbreitung
      Östlich und westlich der Talung Marbach (LU) – Wiggen (LU), bei Schwarzenegg (BE).
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Hombach-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Hombach (BE), Schangnau

      Rang
      tektonisch-begrenzte lithostratigrafische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Abfolge aus leicht verwitterndem, bläulichem bis grünlichem, oft grobem und Kohle-führendem, «granitischem» Knauersandstein, weichem grauem Sandstein, buntem Mergel und polymikter Nagelfluh. Während die Nagelfluh geringmächtiger und stärker von Sandsteinlagen durchsetzt ist als die Nagelfluhen der Blueme-Honegg-Beichlen-Schuppe, unterscheidet sie sich von den Konglomeraten der mittelländischen Molasse deutlich durch ihren Geröllbestand, geringere Gerölldurchmesser und die enge Vergesellschaftung mit Sandstein.
      Alter
      spätes Chattien - spätes Chattien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Im Hombachtobel (BE), am Oberlauf des Rötebachs (BE)
      Typusregion
      Emmental (BE)
      Kommentar
      Nach der von Schlunegger (1995, S. 55) vorgenommenen Definition werden die Hombach-Schichten der Formation der Granitischen Molasse zugerechnet.
      • Fossilhorizont Hombachtobel Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Hombachtobel (LU)

        Rang
        biostratigraphischer Horizont
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Fossilfundstelle im Hombach-Member, mit eine Säugetierfauna und Gastropoden des späten Chattiens (MP28 nach Engesser 1990).
        Alter
        spätes Chattien - spätes Chattien
        Mächtigkeit
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        Geografische Verbreitung
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        Typusregion
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        Kommentar
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