Beichlen-Formation (sensu Schlunegger 1995)

Zur Übersicht

Darstellung, Status

Index
o3B
CMYK-Farbe
-
RGB-Farbe
R: 200 G: 150 B: 100
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch
Beichlen-Formation (sensu Schlunegger 1995)
Französisch
Formation de la Beichlen (sensu Schlunegger 1995)
Italienisch
Formazione della Beichlen (sensu Schlunegger 1995)
Englisch
Beichlen Formation (sensu Schlunegger 1995)
Herkunft des Namens

Gipfel der Bäuchlen = Beichle (LU)

Historische Varianten
Beichlennagelfluh (Mollet 1921 p.47), Bäuchlennagelfluh (Fröhlicher 1931 S.241 und 1933), Bäuchlenfächer / Beichlen-Serie / Beichlen-Nagelfluh (Haus 1937 S.90), Beichlenschichten (Holliger 1955 S.94), Beichlen-Farneren-Nagelfluh (Gasser 1968, Diem 1986), Beichlen Formation (Schlunegger 1995), Honegg-Beichlen-Schichten / Beichlen-Formation (Jordi 2012).
Nomenklatorischer Kommentar
Formelle Definition durch Schlunegger (1995).

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

- Geröllspektrum: Kieselkalke dominieren, Dolomite untergeordnet, wenig Sandsteine und Kristallingesteine.

- Schwerminerale: Zirkon und Turmalin sehr häufig, Spinell bis zu 5%.

Geomorphologischer Ausdruck
Die Konglomeratbänke bilden steile Felswände.
Mächtigkeit
230 m am Typusprofil (Schlunegger 1995).

Komponenten

Lithologien
  • Konglomerat (Psephite, Rudit) : grain > 2 mm (psephite / rudite: elements = gravel, boulder, block)
  • Sandstein (Psammit, Arenit) : grains 1/16 mm - 2 mm
  • Mergelstein
  • Tonstein : karbonatfrei
Mineralien
-
Fossilien
-

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Dach des Horw-Sandsteins (UMM).
Stratigraphische Diskussion
Die Sedimente der Beichlen-Formation wurden auf einem Schuttfächer abgelagert, dessen Schüttungsachse im Bereich der Farneren lag (Schlunegger et al. 1996).

Alter

Alter Top
spätes Rupélien
Bermerkungen zu Top
bis Chattien ?
Alter Basis
spätes Rupélien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode

Magnetostratigraphische Datierungen zwischen 31 - 30 und 28 Ma (Schlunegger et al. 1996, Mägert 1998).

Geografie

Paläogeografie
Hügelzone Lochsiteberg/Marbachegg – Beichlen – Farnere. Schuttfächerzentrum im Gebiet der Farneren. Gegen SW und NE geht die Beichlen-Formation lateral in einen überwiegend siltigen Tonstein über und verzahnt sich mit der Molasse Rouge.
Typusregion
Typlokalität
  • Beichlen (LU)
    Merkmale des Ortes
    • typical facies
    Koordinaten
    • (2640730 / 1194210)
    Notizen
    • Habicht 1987
Typusprofil
  • Hilferen (LU)
    Merkmale des Ortes
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • river bed
    Koordinaten
    • (2637750 / 1190775)
    Notizen
    • Schlunegger 1995: 230 m zwischen UMM (unten) und Molasse Rouge (oben).
Referenzprofile
  • Steiglebach, SE Marbach (LU)
    Merkmale des Ortes
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Koordinaten
    • (2636350 / 1188300)
    Notizen
    • Schlunegger 1995 fig. 2.2: 230 m zwischen UMM (unten) und Molasse Rouge (oben).
Point of interest
  • Farneren (LU)
    Merkmale des Ortes
    • particular facies
    Koordinaten
    • (2645915 / 1198300)
    Notizen
    • Schuttfächerzentrum, völlig konglomeratisch.

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpines Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentär
Bildungsbedingungen
Kontinental, fluvioterrestrisch.
Sequenz
In Richtung Südwesten geht die Beichlen-Formation lateral in einen überwiegend siltigen Tonstein über und verzahnt sich schliesslich ohne klar definierbare Grenze mit der Molasse-rouge-Formation. Haus (1937) stellte die vorwiegend tonig-mergelige Fazies im unteren Teil der Beichlen-Formation zu seinen «Vaulruz-Schichten».
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Subalpine Molasse
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Mollet H. (1921): Geologie der Schafmatt-Schimberg-Kette und ihrer Umgebung (Kt. Luzern). , Beitr. geol. Karte Schweiz( N.F.) 47/3
Neubearbeitung
Schlunegger Fritz (1995): Magnetostratigraphie und fazielle Entwicklung der Unteren Süsswassermolasse zwischen Aare und Limmat. , Inauguraldissertation Universität Bern, 185 S.

Die Beichlen Formation besteht aus einer Abfolge von Konglomeraten, Sandsteinen und Tonsteinen, wobei je nach Lokalität (zum Beispiel an der Farneren, Fig. 2.3) die Konglomerate markant überwiegen (Gasser 1968). Im Typusprofil baut sich die Beichlen Formation aus mindestens fünf, im Referenzprofil (Fig. 2.2) lediglich aus drei Konglomeratbänken auf, welche als Amalgamationen 1.5 m mächtiger linsenförmiger Körper besteht. Gegen die Beichlen hin werden die Konglomeratbänke mächtiger und auch grobklastischer und erreichen ihre grobklastichste Ausbildung an der Farneren (Gasser 1968), wo eingeschaltete Ton- und Sandsteine fehlen.

Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-